Things I still miss about living in London / Part I

Es gibt sie immer noch: Momente, in denen ich mir leise zugestehen muss, dass ich diese Stadt immer in mir tragen werde. Augenblicke, in denen ich mich am liebsten mit einem Klick nach London beamen würde. Britische Selbstverständlichkeiten, die ich in meinem deutschen Alltag vermisse.

„oh darling … may I help you?“

As she finished – a smile came to my face.

Und schon hat sie es geschafft und mit einem Lächeln! auf meinem Gesicht antworte ich ihr, dass ich gerne ein Avocadotoast haben würde. Ich werde wohl nie verstehen, wieso die meisten Bedienungen hierzulande so förmlich-unfreundlich sind.  Obwohl ich zugeben muss, dass ich es mich wohl überfordern würde, wenn mich eine Verkäuferin auf Deutsch fragen würde: „Hei Liebes, wie kann ich dir weiterhelfen?“ Sehr wahrscheinlich würde ich sie erstaunt ansehen und mich fragen woher ich sie kenne, dass sie „wagt“ mich Liebes zu nennen. Doch diesen Gedanke schiebe ich schnell bei Seite…. Trotzdem, genau diese englische Herzlichkeit macht das Leben in einer so anonymen Großstadt angenehm und zeigt mir als Gast, dass ich willkommen bin.

„Sure you can pay by visa“

Ohne Bargeld ist man in Deutschland mittellos. Verloren und es ist quasi so, als ob man kein Geld hätte. Da ich meistens kein Bargeld in der Tasche habe, wenn ich mir doch mal einen Snack kaufen möchte, kann ich mich glücklich schätzen noch nicht verhungert zu sein;). Die deutsche Bäckersfrau, die mich eben schon mit einem höflichen  „Und für sie!?“ begrüßte, verzieht das Gesicht als ich frage, ob ich die 10€ denn mit Karte bezahlen kann. Diese Situation in London? Unvorstellbar! Gedanklich zurück in England, halte ich meine Kreditkarte an ein Bezahlsystem und nach 1 Minute halte ich mein Mittagessen in der Hand und den höflichem Abschiedsgruß gibt´s kostenlos dazu.

„walk left / stand right“

In der Bahnhofshalle höre ich schon die Ankündigung, dass mein stündlicher Zug einfährt. Der Versuch mich durch die Menschenmassen zu drücken, scheitert kläglich- An der Rolltreppe! Kreuz und Quer stehen die Reisenden mit ihrem Gepäck und versperren den Weg. Am Gleis angekommen, kann ich nur noch die roten Rücklichter des Zuges erkennen. Zurück in England befinde ich mich gerade in der Tube-station und wie auf magische Weise stehen die Reisenden rechts. Ich reihe mich gemütlich ein, da meine Tube alle paar Minuten fährt brauche ich mich diesmal nicht zu beeilen. Doch auch hier haben es einige Reisende sichtbar eilig, Geschäftsleute mit Anzug und Turnschuhen! hetzten links an mir vorbei-und tadaa: es könnte so einfach sein. Die angeborene Höflichkeit der Engländer würde sie wahrscheinlich auch schlichtweg daran hindern, einer anderen Person den Weg zu versperren. Bis heute frage ich mich was deutsche Reisende daran hindert, sich rechts einzuordnen. (Zugegeben in manchen deutschen Großstädten scheint es diese Ordnung auch zu geben… munkelt man?!)

 

Eure, EllaWine2

  • Chicolino

    Hach… So wahr.
    Sprichst mir aus der Seele!