A Story for your coffee time

Realität zum Frühstück 

Realität zum Frühstück

Es ist früh… Zu früh, was bedeutet dass ich den Boden meiner ersten Café-Tasse noch nicht erkennen kann.

Ich nehme mein Handy und schon während ich auf das weiß-blau gefärbte App Symbol klicke, kommt in mir ein ungutes Gefühl auf. Ich frage mich wann die Urlaubsfotos meiner Freunde verschwunden und die Fahndungsfotos und kriminellen Nachrichten überhand genommen haben?

Vielleicht möchte ich einfach lieber das Frühstück von meiner Freundin S. sehen. Vielleicht öffne ich diese App genau deshalb morgens, wenn ich mit noch verquollenen Augen am Frühstückstisch sitze. Mich interessiert, welche Beerensorte sie heute zu ihrem Müsli wählt und ja ich schätze es auch, dass sie sich unendlich viel Mühe gegeben hat es anzurichten. Auch wenn das manche nicht verstehen werden.

Stattdessen werden mir die Schlagzeilen von gestern Nacht um die Ohren gehauen. Noch während ich im Bett lag waren über 100 Polizisten im Einsatz um ein Haus zu stürmen. Spannend – nur nicht für mich. Ich möchte den Morgen genießen.

Zwischen all diesen Nachrichten tauchen Werbeanzeigen und sogar Fahndungsfotos auf. Für mich? Gruselig. Ich habe noch keinen Menschen gesehen und schon schau ich so einer Fahndungs-Skizze ins Gesicht, einem fremdem Mann der unglaublich Schlimmes getan hat.

Mein Resultat? Hin zum Buch und der Stelle bei der ich gestern Abend im Bett aufgehört habe. Hier weiß ich zumindest genau woran ich bin. Und wenn ich doch mal unerwartete Spannung brauche? Öffne ich Instagram, das wurde zwar auch schon von Werbung gesprengt aber wenigsten bleibe ich hier noch etwas von der knallharten Realität verschont. Die holt mich spätestens sowieso nach meinem Frühstück ein.

 

Eure,EllaWine2

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