A Story for your coffee time

Jahrestag

Port Mallorca_ellawine

Und plötzlich ist es da – dieses Bauchgefühl. Es erinnert mich. Wie weh es getan hat – wie schön es war. Wie du mich verletzt hast – wie ich nicht mehr aufhören konnte zu lachen.

Leider entsteht dieses Gefühl bei mir besonders, nach unangenehmen Situationen. Im Jahr danach. Dieses verfluchte Jahr. Zum Weinen hast du mich gebracht und ich habe mich gefragt, ob das alles einen Sinn ergibt.

Der Jahrestag eines schlechtes Ereignisses schenkt mir vorallem einen dicken Kloß im Hals und die Frage: wie kann ich gerade glücklich sein, wenn der Schmerz doch so tief sitzt. Saß? Ist der Schmerz noch da? Ganz genau höre ich in mich hinein und frage mich, ob ich den Schmerz mit lauter Musik übertöne oder er tatsächlich verschwunden ist.

Ganz leise höre ich ihn summen und im gleichen Moment ärgere ich mich, dass mir mein Lächeln aus dem Gesicht rutscht. Es hilft mir, an die vergangenen Monate, zu denken. An die schönen Momente, und das es viele erfüllte, glückliche Tage gab. Tage, die mich vergessen ließen.

Doch dieser verfluchte Monat, der mich erinnern und wieder erleben lässt. Ein Schlag in die Magengegend und plötzlich blieb die ganze Welt stehen.

Dann hilft vor allem Kaffee und der Blick nach vorne. Der Sprung ins Morgen ist nur noch halb so schlimm. Es gab ein Morgen und auch das Jahr später wird es ein Morgen geben. Ein fröhlicheres Morgen. Wenn auch mit dem kleinen Kloß im Hals, der früher oder später auch ganz verschwinden wird.

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